Impfung gegen Krebs

In Europa ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Pro Jahr werden rund 33.500 Neudiagnosen gestellt, etwa 15.000 Frauen sterben jährlich in Europa an einem solchen Karzinom. Obwohl die Krankheit durch regelmäßige Krebsabstriche im frühesten Stadium erkannt werden kann, gibt es noch immer tragisch verlaufende Fälle.

Das soll die Impfung gegen die Humanen Papilloma-Viren (HPV) ändern. Die Vakzine schützt gegen die gefährlichsten an der Entstehung von Cervixkarzinomen beteiligten Papilloma-Virus-Stämme 16 und 18 sowie gegen HPV 6 und HPV 11, die vor allem Genitalwarzen verursachen. Etwa 70 Prozent aller sexuell aktiven Menschen werden einmal in ihrem Leben mit HPV infiziert, bei einem Teil von ihnen kommt es zu einer chronischen Infektion. Bei Frauen kann das zu Gebärmutterhalskrebs führen.

Seit Herbst 2006 steht in Österreich der erste wirksame Impfstoff gegeben HPV zur Verfügung. Die Ordination Dr. Grin bietet zur Zeit beide im Handel befindlichen Impfstoff an. Studien belegen es wäre günstig, wenn man Mädchen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren gegen HPV impfen würde. Zu überlegen wäre aber auch die Impfung von jungen Burschen. Sie tragen das Virus weiter. Die Vakzine wirkt bei Frauen genau so wie bei Männern." Am sinnvollsten wäre die Impfung vor den ersten sexuellen Kontakten.