Vaterschaftstest

Die modernen Methoden des Vaterschaftstests beruhen alle auf DNA-Analysen. Durch das Fingerprinting wurden von 1985 bis 1998 so genannte VNTRs untersucht, die auch Minisatelliten-DNA genannt werden und die bei jedem Individuum in einer unverwechselbaren Länge bzw. Kombination auftreten. Mit Polymerase-Kettenreaktion werden VNTRs enthaltende DNA-Abschnitte vervielfältigt und können mit Gelelektrophorese aufgetrennt und sichtbar gemacht werden. Da die VNTRs bei jedem Menschen unterschiedlich lang sind, ergibt sich für jeden Menschen ein spezifisches Bandenmuster.

Etwa ab 1998 wurden die VNTRs fast vollständig durch die STR-Technik verdrängt. Das Ergebnis ist umso sicherer, je mehr der Regionen auf Übereinstimmung geprüft werden. Die Deutsche Ärztekammer empfiehlt, mindestens 16 dieser Regionen (DNA-Marker) testen zu lassen (etwa 50 gibt es insgesamt). Jeweils die Hälfte der Banden muss mit denen jedes Elternteils übereinstimmen. Falls eine Bande beim Kind weder bei der Mutter noch beim Vater vorhanden ist, kann die Vaterschaft mit 100-prozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, es muss in diesem Fall jemand anders als Vater in Betracht kommen. Allerdings kann das Auftreten von Mutationen die Abstammung verkomplizieren und zu einer scheinbaren Inkompatibilität der biologischen Abstammung führen. So kann neben der Bestätigung und dem Ausschluss einer Vaterschaft auch trotz DNA-Test das Ergebnis, dass die Vaterschaft unentschieden ist, erhalten werden. Unentschieden kann die Vaterschaft sein, wenn ein oder zwei dieser Marker kein gemeinsames Erbmerkmal zwischen Vater und Kind zeigen. In einem solchen Fall muss individuell entschieden werden, welche zusätzlichen Tests ausgeführt werden sollten, um mehr Daten für die mathematische Auswertung zu gewinnen.
Die für den Test benötigte DNA kann z. B. mit Hilfe einer Speichelprobe (Mundschleimhautzellen), Haaren, Hautzellen, benutzten Windeln/Taschentüchern, Schnullern, Zahnbürsten, Kaugummis oder anderen zellhaltigen Materialien gewonnen werden. Haare oder Windeln führen nur in wenigen Ausnahmefällen zu in einem Verwandtschaftstest verwertbaren DNA-Profilen.
Bereits während der Schwangerschaft ist ein Vaterschaftstest möglich, welcher jedoch mit einem erhöhten Risiko einer Fehlgeburt verbunden ist. Daher wird dieser in der Regel nur dann durchgeführt, wenn ohnehin eine Gewebeprobe mittels Fruchtwasseruntersuchung entnommen werden muss, weil man z. B. eine Erbkrankheit oder andere Anomalien befürchtet.

Vaterschaftstest in der Ordination Dr. Grin

Nach vorhergehender Terminvereinbarung können in der Ordination Dr. Grin verwendbare Zellabstriche gewonnen werden aus denen eine DNA-Analyse gewonnen werden kann. Das Ergebnis ist innerhalb einer Woche verfügbar.